Montag, 30. November 2015

Rezension: Drei ist keiner zu viel


Autor: Miina Supinen

Verlag: Suhrkamp Nova

Seiten: 299










Inhalt:
Victor wird von seiner alten Studienfreundin Voula, zu Ausgrabungen in Finnland eingeladen. Dazu bittet er seine alte Griechenland-Affäre Stella um Hilfe. Ihre Romanze entfacht von Neuem, doch hat er sie nicht für sich allein. Ihr Freund, der stille Computerfreak, Antti ist auch noch da. Antti ist komplett anders als der offene Victor. Die Dreiecksbeziehung endet dramatisch durch den Tod Victors. Ein Roman über finnische Mythologie und die Tücken einer Beziehung "zu dritt".

Meine Meinung:
Mir gefiel die Geschichte und der Erzählstil sehr gut, es blieb bis zum Schluss spannend und unterhaltsam. Man weiß schon im Voraus, dass Victor stirbt, mag für den Aussenstehenden merkwürdig klingen, die Autorin hat diesen Umstand jedoch sehr gut eingebaut. So spricht manchmal der allwissende Victor aus dem Jenseits und beleuchtet Situationen genauer. 
Von den Charakteren her, ist Stella mir sehr sympathisch, sie ist recht unentschlossen, nicht nur in der Liebe, auch zu Religion findet sie keinen Anschluss, doch die finnische Mythologie hat es ihr angetan. Auch dem Leser wird ein kleiner Einblick gewährt, der Lust auf mehr macht.
Ihre männlichen Liebschaften dagegen wären keine Option für mich, daher hat mich die finnische Mythologie mehr gepackt, als die Dreiergeschichte. Diese war, meiner Meinung nach, auch etwas nebensächlich. Es gab nicht viel Drama, keinen großen Streit zwischen den Männern.

Fazit: 
Ein sehr unterhaltender Roman, der einem Lust auf die finnische Mythologie macht, aber durch die Mischung der Themen, für mich an Intensivität verloren hat. Weniger für Leser geeignet, die nach Romantik suchen.

Bewertung: 3,5/5 Sternen

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